Was will Gott?

Es gibt bestimmt verschiedene Wege und Vorgehensweisen wie sich jeder mit dem Sinn des Lebens auseinandersetzt. Üblicherweise sind es dann Ereignisse der Trauer und des Todes, die einen nochmal tiefer in diese Frage einsteigen lassen. So auch in meinem Fall, als ich durch den Tod eines geliebten Menschen, meines Firmpaten, an das „Leben leben“ erinnert wurde. In dem Fall war es in mehrfacher Weise eine Erinnerung, denn das Begräbnis war ein Priesterbegräbnis und bei einem solchen wird vermutlich nochmal philosophischer und tiefsinniger auf das Leben eingegangen als es sonst schon der Fall ist. Bewegt hat mich ein Zitat eines Priesters der den Leitsatz meines Firmpaten für sein Leben genannt hat. Dieser Leitsatz ziert auch die Überschrift: „Was will Gott?“. Die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des (eigenen) Lebens kann man also auch mit einer Frage geben die immer wieder neu – und bestimmt von jeder Person anders – beantwortet werden kann. Wenn man ein positiv-gütig-frohes Bild von Gott hat, kann diese Frage vermutlich auch für Nicht-Priester immer wieder einmal bei Entscheidungen als Leitfrage dienen. Der große Vorteil der Frage ist, dass sie den Antwortspielraum weit öffnet und nicht einengt.

Um das Ganze auf den Boden der Realität zu bringen – und da verlasse ich jetzt die Begräbnis-Predigt – soll die Frage „Was will ich?“ auf der anderen Seite der Frage stehen um sich selber, seinen Körper und Bedürfnisse nicht aus den Augen zu verlieren. Und mit der ebenso wichtigen Frage nach dem „Was will mein Umfeld“ ist für uns sozialen Menschen das Fragedreieck komplett um Freunde und Umwelt nicht zu vergessen. Als Nicht-Geistlicher braucht man vermutlich die beiden Fragen zum Ego und zum Umfeld. Als Priester wird diese Frage wohl auch von der Leitfrage „Was will Gott“ mit-beantwortet werden.

Das Wesentliche und Interessante an dieser Diskussion war für mich wieder einmal mehr, dass die Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens natürlich keine einfache Antwort im klassischen Sinn sein wird, sondern eher aus unzähligen Antworten auf wenige Kernfragen besteht. Das macht die Sache mit dem sinnerfüllten Leben nicht einfacher. Aber dass das Leben einfach wäre, hat eh niemand versprochen. Aber schön sollte es schon sein. 🙂

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