EM – Umgang mit einer Niederlage

Als ich diesen Beitrag zu schreiben begonnen habe (also jetzt *g*) wusste ich noch nicht, in welche Richtung er gehen soll. Eigentlich weiß ich es ja nach wie vor noch nicht – so weit bin ich ja noch nicht mit dem Artikel… Bevor es langweilig wird:

Anstoß für den Beitrag (der Beginn gelingt schon fast kitschig fußballerisch :))  Nochmal von vorne–>) Anstoß für den Beitrag hat das unerfreuliche Ergebnis des Spiels Österreich gegen Ungarn gegeben. Es wäre gelogen, wenn ich sagen würde, dass mich das nicht ärgert. Realisten sagen an der Stelle, dass das eben das Spiel sei. Aber wer will bzw. kann schon immer Realist sein. Noch dazu direkt nach so einem Ergebnis? Richtig verärgert bin ich noch immer, als einer nach dem Public Viewing gesagt hat, dass wir froh sein sollen, dass wir alle gesund sind und dass dies alles nicht so tragisch sei. Natürlich sollen wir froh sein – aber das hat doch wohl nicht im geringsten etwas mit dem gerade geschauten Fußballspiel zu tun. Die Psyche macht einem insbesondere bei so emotionalen Ereignissen wie Fußballspiele der National-Elf eben einen Strich durch die Rechnung des nüchternen Lebens. Dem einen mehr, dem anderen weniger.

Und letztlich ist es immer wieder die Zeit, die dafür sorgt, uns wieder auf den Boden herunterzubringen bzw. einfach nur etwas Abstand zu gewinnen. Schei…e wird das Ergebnis und die Emotion trotzdem immer bleiben, die man mit dem Spiel verbindet. Der Beigeschmack „der Schiri war schuld“ oder „die haben unfair gespielt und viel gefoult“ bleibt auch picken. Letztlich braucht es aber eine Möglichkeit um sich abzureagieren, da wir ja nicht ständig mit 180 Puls in der Gegend herum laufen können. Manche fressen das in sich hinein (entgegen mancher kluger Meinung, bin ich überzeugt davon, dass auch das „in-sich-hineinfressen“ wirkungsvoll sein kann) und andere lassen dem Ganzen freien Lauf und äußern sich in unterschiedlichster Weise dazu. Und letztlich ist es dann bei jedem eben wieder die Zeit, die einem mit negativen Erlebnissen – und ein Verlust der Nationalmannschaft gehört ehrlicherweise noch nicht zu den tragischsten Ereignissen eines Lebens – fertig werden lässt. Selbes – aber natürlich weniger schmerzhaft – passiert wohl auch mit positiven Erlebnissen. Leider, könnte man an dieser Stelle sagen. Aber in Summe wird es dann schon passen, denk ich mir. Immer nur Rosarot kann die Welt ja auch nicht sein. Und an dieser Stelle erkenne ich mich in der Denke von demjenigen wieder, den ich knapp nach dem Spiel fast gefressen hätte. Er war wohl einfach schneller als ich im Verarbeiten – oder aber dieses Blog-Schreiben hat auch dazu beigetragen. Denn jetzt sehe ich das ganze schon wieder relativ gelassen und sehe auch die vielen schönen Dinge des Abends. Obwohl sich die eine oder andere Emotion noch etwas dagegen wehrt…

Für jene, die glauben, das habe ich mir nur ausgedacht (weil ich sicher schon in irgend einem Beitrag einmal geschrieben habe, kein Fußballfan zu sein – was grundsätzlich ja auch stimmt) zum Abschluss noch ein Foto von mir beim Versuch die Rot-Weiß-Rote Fahne auf der eigenen Wange zu sehen. Also ich bin schon wirklich dabei, beim EM-Fieber, und war heute auch bei einem Public Viewing… IMG_20160614_165033

 

 

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