Alle heiligen Zeiten

Der Spruch „alle heiligen Zeiten“ wird oft dann verwendet, wenn irgendwas recht selten passiert oder gemacht wird. Man trifft sich zum Beispiel mit manchen Menschen leider nur „alle heiligen Zeiten“, obwohl man das vielleicht öfter machen möchte. Da muss man sich selber bei der Nase nehmen und Prioritäten setzen. Das schreibt sich relativ einfach, ist aber oft nicht leicht einzuhalten. Es kommt einem immer wieder irgendwas dazwischen. Aber über Selbst-Motivation wollte ich eigentlich nicht schreiben… 😉

Wenn man sich den Titel nochmal auf der Zunge zergehen lässt, kommt man vielleicht auf die 2 Feiertage, die wir gerade hatten: Allerheiligen bzw. Allerseelen. Es sind dies christliche Feiertage, die auch von eher weniger-christlichen Leute begangen werden. Wenn es um den Tot bzw. irgendwie um unsere Vorfahren geht, dann geht uns das nahe. Dieses Thema zählt aus meiner Sicht eindeutig zu den Kernkompetenzen der Kirchen. Man trifft sich im Familienkreis oder im erweiterten Familienkreis bei den Gräbern und denkt an Eltern, Großeltern, Geschwister, Verwandte, Freunde,… die verstorben sind. Bei schönem Wetter kann das gut mit einem Feiertags-Spaziergang oder einem guten Essen (oder beidem – wie es bei mir der Fall war) kombiniert werden. Nicht wenige Menschen finden sich in den an dem Tag voll gefüllten Kirchen ein und feiern eine Messe oder Andacht.

Genau dieses beschriebene Szenario zu Allerheiligen könnte ein Best-Practice für die Kirche sein. Es geht also darum, Angebote zu schaffen, die den Ansprüchen der Menschen entsprechen. Es hat sich bei vielen Themen die Art und Weise geändert, wie wir damit im Alltag umgehen (wollen). Damit haben viele Kirchen nicht Schritt gehalten. An dieser Stelle möchte ich die Linzer Ignatius-Kirche lobend erwähnen, die mit ihren Angebot zur psychologischen Begleitung (früher hätte man wohl Beichte dazu gesagt) einen Schritt in diese Richtung geht. Dafür muss sich meiner laienhaften Einschätzung nach keine Kirche in irgendwelchen Fundamenten neu erfinden, um bestehende Ansprüche abzudecken. Es könnte und wird wohl noch mehr aufgemacht werden, denn die Kirche ist meiner Meinung nach nicht nur beim Thema Geburt (Weihnachten) und Tot (Allerheiligen, Allerseelen bzw. Ostern) gut drauf. Und dann würden wieder mehr Leute – um mit dem Eingangsstatement zu schließen – nicht nur alle heiligen Zeiten in die Kirchen gehen. 😉

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