Sinnhaftigkeit von Teamarbeit

Mir ist bewusst, dass ich mich mit diesem Thema in ein Terrain bewege, das sehr gut beforscht ist. Das Wissenschaftliche lasse ich aber hier eh weg.

Ist Teamarbeit oder sind einzelne Leistungsträger wichtiger? Am liebsten wäre uns natürlich die Kombination von beidem. Also man spannt viele Top-Performer für eine gemeinsame Tätigkeit zusammen. In der Praxis spielt es das jedoch leider nur in Ausnahme-Fällen (vielleicht bei Top-Sport-Clubs), da immer irgendjemand neu ist, irgendjemand im betreffenden Gegenstand nicht der Experte ist oder man schlicht auch schlechte Tage haben kann. Und oft ist Teamarbeit schlicht nicht der richtige Lösungsweg.

Ganz generell bin ich der Meinung, dass Teamarbeit überschätzt wird. Was einer alleine machen kann, soll auch einer alleine machen. Das Subsidiaritätsprinzip sollte bis auf diese Micro-Ebene reichen. Wenn man etwas nicht alleine lösen kann, sucht man sich einen Zweiten oder maximal noch einen Dritten dazu – aber beruft nicht gleich ein Meeting ein. Für den Informationsaustausch braucht man auch nicht unbedingt ein Zusammentreffen. Vieles genügt über E-Mail und manches lässt sich in der Kaffee-Küche besser als im Besprechungsraum lösen.

Teamarbeit verkommt meiner Einschätzung nach zu einem Treffen, in dem Arbeit und Verantwortlichkeit zugeteilt wird. Oder anders gesagt: In der Team-Besprechung werden vorgefertigte Lösungen abgenickt, nicht entwickelt. Oft wird damit Potenzial, das in einer Gruppe vorhanden wäre, leichtfertig vergeudet. Warum das so ist, liegt primär an einem Thema: Vorbereitung. Mit einer ordentlichen Vorbereitung würde man eine produktive Teamarbeit erst ermöglichen oder vielleicht auch draufkommen, dass man die Sitzung nicht braucht.

Aber nachdem die individuelle Ebene meist ohnehin eine recht gute Arbeit abliefert, mit der man sich gut und gerne identifizieren kann, wird diese dann vielfach als Team-Lösung verkauft und alle sind glücklich. Schließlich ist der Besprechungsraum ein von allen akzeptierter Ort um Kaffee zu trinken, den man sich vielleicht nicht einmal selber holen musste. Von dem Plunder-Gebäck gar nicht zu sprechen… 😉

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