Fremd- vs. Selbstvertrauen

Jene, die diesen Blog schon eine Weile verfolgen, wissen, dass ich zu der kleiner werdenden Spezies der Sonntags-Kirchgänger gehöre. Meiner Meinung kann man sich aus den uralten Texten und deren Interpretationsmöglichkeiten für die Jetzt-Zeit einfach immer wieder etwas positives fürs Leben mitnehmen. Das heutige Evangelium handelte vom guten Hirten, auf den man vertrauen soll (gemeint war damit entweder Jesus oder Gott oder eh beide? – so genau kann ich mich daran nicht mehr erinnern 🙂 ). Und wenn man auf ihn vertraut, wird alles gut und man muss sich um nichts sorgen. Klingt soweit ja ganz nett – nur hat das wohl mit der Wirklichkeit nichts zu tun, könnte man sagen.

Die nähere Erläuterung in der Predigt hat das Thema dann für mich aufgeschlossen: Es geht nicht darum, nur herumzuliegen und wie im Schlaraffenland leben zu können. Wir Menschen brauchen Herausforderungen an denen wir uns reiben können. Wir suchen uns diese „Probleme“ ja sogar z.B. über Hobbies, die zum Teil ziemlich gefährlich sein können. Und davon ausgehend meint der Text vom guten Hirten, dass wir in Situationen, in denen wir uns überfordert fühlen, Vertrauen haben sollen und davon ausgehen sollen, dass es schon gut geht. Ist also immer noch der selbe schöne Gedanke – mit der Ergänzung, dass eben nicht alles eitel Wonne ist.

Es ist wohl genau dieses Vertrauen auf etwas Überirdisch-Positives, das uns in schwierigen Situationen helfen kann. Denn durch diese gewonnene Lockerheit steigt wohl auch das Vertrauen in uns selber. Und das wiederum hilft beim meistern der Probleme. An diesem Punkt trifft Selbst- und Fremd-vertrauen aufeinander und wirkt gemeinsam.

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